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Auf der Suche nach einer zeitgenössischen Positionierung zur Bedeutung des Portraits heute und zu seiner Wandlung wird man am ehesten bei Marie-Theres Gallnbrunner fündig. In ihren Aquarellen zerfließt nicht nur das Gesicht, sondern der gesamte Mensch, Gliedmaßen enden abrupt und unvollendet. Alleingelassen und trostlos blicken die verwaschenen Gestalten. Selbst dann, wenn sie eigentlich gar nicht mehr schauen können: Im Bild "Baby Girl" steckt ein Kinderskelett im rosafarbenen Rüschenkleid, das Makabre trägt zur Tarnung die Unschuld.
Sind dies die gesichtslosen Portraits einer Zeit, in der man nichts ist, bis man im sozialen Netzwerk seine Identität im Format eines Passfotos konstruiert? An vergrößerte Passbilder erinnern die Mädchen in den "Krakow diaries", ihre Gedanken stehen im Bild: "Nur wenn ich mich in jemand anderen verliere, finde ich mich selbst".
 
face to face im Kulturhof Krönbacken Erfurt.


Franziska Nössig / 23.06.11 / TLZ


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And perhaps you should leave them alone. The shutters have long since come down anyway. All you really got to understand is the distance and the way that distance grows.